Kabel-Crunch im Stehen

Standing Cable Ab Crunch

Auch bekannt als: Cable Crunch stehend, Crunches am Kabelzug stehend

KraftCore

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Beschreibung

Mit dem Rücken zum Kabelzug und einem Seil an den Schläfen rollst du dich im Stehen ein, bis die Ellbogen die Knie erreichen: Bauchtraining mit Gewicht. Es arbeitet vor allem der gerade Bauchmuskel (das Sixpack) auf ganzer Länge, ganz unten brennt es am stärksten; die schrägen Bauchmuskeln an der Taille helfen etwas mit. Du brauchst nur eine obere Rolle und ein Seil, weder Bank noch Kniepolster, deshalb passt die Übung, wenn dir das Knien wehtut. Mehr Gewicht bewegst du kniend, mit dem Gesicht zum Gewichtsblock.

So führst du die Übung aus

  1. Stell die Rolle am Kabelzug ganz nach oben und klick ein Trizepsseil ein. Ein Latzugturm geht genauso.
  2. Nimm in jede Hand ein Seilende, dreh dem Gewichtsblock den Rücken zu und geh nach vorn, bis das Kabel senkrecht knapp hinter deinem Kopf hängt.
  3. Die Fäuste liegen an den Schläfen, Handflächen zueinander, das Seil läuft hinter dem Kopf. Die gebeugten Ellbogen zeigen vor der Brust nach vorn unten.
  4. Stell die Füße hüftbreit, Zehen nach vorn, Knie locker. Richte dich auf und zieh die Rippen nach unten; die Platten hängen jetzt in der Luft.
  5. Atme aus und roll dich von oben ein: Kinn zur Brust, oberen Rücken rund machen, Rippen Richtung Becken ziehen. Die Fäuste kleben an den Schläfen.
  6. Roll weiter, bis die Ellbogen die Knie berühren und der Kopf etwa auf Kniehöhe ist. Die Hüfte rutscht dabei leicht zurück, die Knie beugen sich etwas mehr.
  7. Halte unten eine Sekunde, roll dich in etwa 2 Sekunden wieder auf und stopp im aufrechten Stand. Die nächste Wiederholung beginnt, bevor die Platten aufsetzen.
  8. Am Ende des Satzes gehst du rückwärts zum Turm, bis das Gewicht aufliegt, und lässt erst dann los. Am Kopf losgelassen, schnellt das Seil hoch.

Welche Muskeln werden beansprucht?

Primärer Muskel:

Tipps

  • Bewährt haben sich 2–4 Sätze mit 10–20 Wiederholungen, kurz vor dem Muskelversagen. Schwerere Sätze als mit 8–12 Wiederholungen lohnen sich hier selten, denn im Stehen gibt zuerst das Gleichgewicht nach und erst dann der Bauch. Leg einen Bereich fest, etwa 12–15, und hol dir mit gleichem Gewicht mehr Wiederholungen, bis jeder Satz 15 erreicht, mit vollem Einrollen, einer Sekunde Halt und 2 Sekunden Rückweg. Dann steck eine Platte mehr (meist 2,5–5 kg) und starte wieder bei 12. Zieht dich die neue Platte oben aus dem Gleichgewicht, bleib beim alten Gewicht und mach die Wiederholungen langsamer.
  • Brennen soll der ganze Bauch vorn, ganz unten als kräftiges Brennen, ein wenig auch seitlich an der Taille. Müde Arme oder Schultern heißen, dass du am Seil ziehst; ein Ziehen hinten in den Oberschenkeln, dass du mit geradem Rücken aus der Hüfte abklappst. Bei stechendem Schmerz im unteren Rücken oder Schmerz, der ins Bein ausstrahlt, hörst du auf.
  • Wird daraus immer wieder ein Hüftbeugen, lern das Einrollen erst im Sitzen auf der Bank: Dort hält die Bank dein Becken fest. Sobald dir die stehende Version leichtfällt, verlängere zuerst den Rückweg auf 3–4 Sekunden und halte unten 2 Sekunden, bevor du eine Platte mehr nimmst. Gewichte vergleichst du nur am selben Gerät, weil jede Rolle anders übersetzt ist.
  • Alternativen: Kniende Kabelbauchpressen (gleiches Seil, Blick zum Gewichtsblock, mehr Gewicht), Kabel-Crunch im Sitzen (ohne Gleichgewichtsarbeit), Crunch an der Bauchmaschine (feste Bahn, kleine Gewichtssprünge) und Band-Stehende Crunches (zu Hause oder wenn alle Kabelzüge belegt sind).

Häufige Fehler

  • Mit geradem Rücken aus der Hüfte abklappen: Der Oberkörper kippt am Stück nach vorn und du spürst es hinten in den Oberschenkeln. Zieh gedanklich die Rippen zum Becken und runde zuerst den oberen Rücken; die Hüfte schiebt sich erst am Ende ein Stück zurück.
  • Mit den Armen am Seil ziehen wie beim Trizepsdrücken: Die Hände lösen sich vom Kopf und die Ellbogen gehen auf. Lass die Fäuste an den Schläfen und den Ellbogenwinkel gleich. Übernehmen die Arme trotzdem, nimm weniger Gewicht.
  • Vom Gewicht hochgezogen werden und über die Senkrechte hinaus ins Hohlkreuz kippen oder einen Schritt zurück machen müssen. Roll dich in etwa 2 Sekunden auf und stopp, sobald du gerade stehst; verlierst du trotzdem das Gleichgewicht, ist das Gewicht zu schwer.
  • Falscher Abstand zum Turm. Zu weit weg zieht dich das Kabel nach hinten; zu nah schabt das Seil am Nacken und die Platten liegen im Stand auf. Stell dich so hin, dass das Kabel knapp hinter dem Kopf senkrecht hängt, meist etwa eine Fußlänge vor dem Gerät.
  • Mit den Knien nach unten wippen und so das Gewicht runterdrücken, statt sich einzurollen. Die Knie bleiben locker und fast ruhig; sie beugen sich nur ein wenig, wenn unten die Hüfte nach hinten geht.
  • Den Kopf mit dem Kinn voran runterreißen und sich dabei den Nacken verspannen. Lass den Kopf einfach der Rundung des oberen Rückens folgen; die Hände bleiben an den Schläfen statt im Nacken.

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