Latzugmaschine

Lat Pulldown Machine

Auch bekannt als: Latzug an der Maschine, Latziehen an der Maschine, Lat Pulldown Maschine

KraftZug

Latzugmaschine: Tracke jeden Satz mit SmartWorkout und sieh, wie deine Leistung steigt

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Beschreibung

An der Latzugmaschine ziehst du zwei getrennte Griffe aus gestreckten Armen bis auf Schlüsselbeinhöhe und trainierst so einen breiten, kräftigen Rücken. Am meisten arbeitet der Latissimus, dazu kommen der große und kleine Rundmuskel und der Untergrätenmuskel am äußeren Rand des Schulterblatts sowie der untere und mittlere Trapezmuskel. Jeder Hebelarm läuft für sich auf einer festen Bahn und trägt eigene Scheiben: Du musst keine Stange ausbalancieren, und die stärkere Seite kann die schwächere nicht mitziehen. Die Maschine passt gut zu Einsteigern und ist dem Kabelzug-Latzug vorzuziehen, wenn eine Seite hinterherhinkt oder du jede Wiederholung auf exakt derselben Bahn ziehen willst.

So führst du die Übung aus

  1. Belade beide Hebelarme mit denselben Scheiben. Die Arme laufen unabhängig voneinander, bei ungleicher Beladung hängt ein Griff sofort hinterher.
  2. Stell den Sitz so ein, dass du mit den Oberschenkeln fest unter dem Polster die Griffe gerade noch mit gestreckten Armen erreichst. Füße flach, Knie etwa im rechten Winkel.
  3. Greif die schrägen Griffe im Obergriff, Daumen herum, und setz dich aufrecht mit offener Brust hin. Bei vielen Maschinen musst du dafür kurz halb aufstehen.
  4. Jede Wiederholung beginnt an den Schultern: Zieh sie von den Ohren weg nach unten. Erst dann führst du die Ellbogen nach unten und leicht nach hinten an die Körperseiten.
  5. Die Griffe laufen im Bogen vor deinem Gesicht vorbei bis auf Kinn- oder Schlüsselbeinhöhe. Beide bleiben auf einer Höhe, der Kopf neutral, der Oberkörper ruhig.
  6. Halte unten kurz, Schulterblätter nach hinten und unten. Dann lass die Griffe in 2–3 Sekunden hochgehen, bis die Arme gestreckt sind und du unter den Achseln eine Dehnung spürst.
  7. Am Ende des Satzes führst du die Griffe ganz nach oben und lässt erst dort los. Unten losgelassen schnellen die beladenen Hebelarme vor deinem Gesicht hoch.

Welche Muskeln werden beansprucht?

Primärer Muskel:

Sekundäre Muskeln:

Tipps

  • Für Muskelaufbau sind meist 8–15 Wiederholungen üblich, für Kraft 6–8; als Einsteiger nimmst du 10–15 mit einem Gewicht, das du ohne Zurücklehnen bis zur oberen Brust ziehst. Steigere zuerst die Wiederholungen: Kommst du in jedem Satz auf 15 mit gestreckten Armen oben, gleich hohen Griffen und ruhigem Oberkörper, steck auf jede Seite die kleinste Scheibe (meist 2,5 kg, falls vorhanden 1,25 kg) und beginn wieder bei 8.
  • Die Hebel sind je nach Maschine anders übersetzt. Die Summe der Scheiben ist also nicht das Gewicht, das du tatsächlich bewegst, und lässt sich nur an derselben Maschine vergleichen.
  • Die Arbeit sitzt seitlich am Rücken von den Achseln abwärts und am äußeren Rand der Schulterblätter, oben dazu eine Dehnung unter den Achseln. Geben Bizeps und Unterarme vor dem Rücken auf, nimm die Hände nur als Haken und zieh mit den Ellbogen.
  • Spürst du den Rücken kaum, nimm Scheiben runter, halte unten 1–2 Sekunden und mach vorher ein paar Wiederholungen mit gestreckten Armen, bei denen nur die Schultern nach unten gehen. Sind schon die leeren Hebelarme zu schwer, wechsle zum Kabelzug-Latzug, dessen Gewichtsblock leichter beginnt.
  • Schwerer wird es mit 3–4 Sekunden auf dem Weg nach oben oder einarmig, wobei die freie Hand von der ersten Wiederholung an weg vom Griff bleibt. Weg von der Maschine geht es mit dem unterstützten Klimmzug weiter, danach kommt der Klimmzug.
  • Alternativen: Kabelzug-Latzug, Latzug mit breitem neutralem Griff (schonender für Handgelenke und Schultern), einarmiges Latziehen (jede Seite zieht ihr eigenes Gewicht), unterstützter Klimmzug.

Häufige Fehler

  • Sitz falsch eingestellt: Oben kommst du nicht an die Griffe, oder die Oberschenkel haben Luft unter dem Polster und bei schweren Wiederholungen hebt sich das Becken. Stell Sitz und Polster ein, bevor du Scheiben auflegst.
  • Ein Griff läuft vor oder endet tiefer, weil die stärkere Seite übernimmt. Zieh beide gemeinsam und prüf, ob sie auf derselben Höhe stoppen. Hängt eine Seite dauerhaft hinterher, bau ein paar einarmige Sätze ein.
  • Zurücklehnen und Wippen mit dem Oberkörper als Starthilfe für jede Wiederholung. Brust raus, Oberkörper ruhig, und nimm Scheiben runter, bis der Zug wieder an den Schultern beginnt.
  • Mit den Armen zuerst ziehen: Ellbogen wandern nach vorn, Handgelenke knicken ab und der Bizeps macht vor dem Rücken schlapp. Erst Schultern runter, dann Ellbogen an die Seiten, Handgelenke gerade.
  • Unten die Schultern hochziehen oder nach vorn rollen, nur um die Griffe noch tiefer zu bekommen. Schluss ist dort, wo der Bogen der Maschine endet: auf Kinn- oder Schlüsselbeinhöhe, Schulterblätter unten.
  • Oben abkürzen oder die Hebel hochschnellen lassen. Geh in 2–3 Sekunden bis zu gestreckten Armen zurück und fang die Scheiben ab, bevor die Hebelarme gegen den Anschlag schlagen.

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